Pearl Izumi EM Road N1 und Trail N1 - ein Erfahrungsbericht von Hummel-Kunde Philip

Träge, schwer, kein Kontakt zum Boden: Viel zu lange bin ich mit Hightech-Schuhen und ebensolchen Einlagen gerannt. Die Knieschmerzen hielten sich damit in Grenzen, aber der Spaß am Laufen war ebenso stark gedämpft wie der Schuh. Ein grundlegender Wechsel musste her - und mit dem Duo von Pearl Izumi ist wieder jeder Lauf pure Freude.

Reinschlüpfen und loslaufen - der Road N1 hat sofort super gepasst. Keine Naht drückt am Fußrücken (er hat einfach keine Nähte...), keine Sohle schiebt den Fuß in eine komische Position. Das Laufgefühl ist direkt und schnell - den leichten Schuh spüre ich kaum. Er dämpft den Aufprall beim Laufen, aber nur soviel, dass ich den Untergrund noch spüre - Straße, Äste oder Steine im Gelände. Fast von selbst habe ich meine Lauftechnik mit dem Schuh auf Mittelfuß-Laufen umgestellt - Knieprobleme oder andere Schmerzen hatte ich seitdem nicht mehr.

Der Fuß sitzt an der Ferse fest im Schuh, aber die Zehen haben Platz zum Arbeiten. Schwitzige Füße gibt es nicht, dafür nasse Socken beim Tritt in eine Pfütze oder beim Laufen über nasse Wiesen. So schnell, wie das Wasser in den Schuh reinläuft, läuft es auch auch wieder raus - Blasen oder andere Probleme hatte ich nie und gebe offen zu: Ich weiche keiner Pfütze aus.

Der Road N1 ist mein Lieblingsschuh - egal ob auf der schnellen Hausrunde auf Asphalt oder auf herrlichen Hunsrück-Trails. Das neu gewonnene Laufgefühl ist einfach genial. Und solange die kleinen Pfade einigermaßen trocken sind hat die Sohle guten Grip. Lediglich auf richtig nassem Waldboden, schneematschigen Wiesen und schlüpfrigen Passagen rutscht die Sohle weg - hier fehlt das Profil, hier kommt der Trail N1 ins Spiel.

Wenn's dreckig wird - der Trail N1

Der erste Eindruck vom Trail N1 ist derselbe wie mit dem Straßen-Pendant Road N1: wenig dran, ein Schuh zum Wohlfühlen. Subjektiv finde ich den Fersenhalt noch etwas besser, der Schuh ist ein wenig schwerer als die Straßenversion. Die Sohle ist nicht nur mit Stollen besetzt, sondern insgesamt auch etwas steifer. Aber auch der Trail N1 vermittelt ein gutes Gefühl für den Untergrund - und steht super stabil auf allen Wegen. Ein cleveres Detail sind die "gewellten" Schnürsenkel, die abwechselnd dicker und dünner sind und dadurch beim Binden nahezu "einrasten".

Den Trail N1 habe ich eine Größe größer gewählt als den Road N1. Damit lässt er noch mehr Platz an den Zehen. Beim nächsten Mal würde ich auch den Road N1 in dieser Größe kaufen.

Insgesamt laufe ich beide Schuhe super gerne, mit leichter Präferenz zum schnellen Allrounder Road N1. Wiederkaufen würde ich beide - und bin sehr froh, dass ich die beiden im Wechsel tragen kann.

Nach nunmehr rund 400 km zeigen die Schuhe übrigens nur leichten Abrieb an der Sohle und sonst keinen Verschleiß. Und es ist jedes Mal wieder eine Freude, zum nächsten Lauf in die Schuhe zu schlüpfen. Nächstes Highlight wird der Halbmarathon in Mainz - aber beide Schuhe haben sich auf Strecken jenseits der 20 km schon gut bewährt.

Meine alten Laufschuhe mit den orthopädischen Einlagen habe ich nicht mehr getragen, seitdem Road N1 und Trail N1 in meinem Regal steht. Und genieße die neu gewonnene Freiheit und das Laufgefühl mit direktem Kontakt zum Boden.

Pearl Izumi Road N1 und Trail N1